Luise Straus-Ernst: Pariser Impressionen. Texte aus dem Exil

Vortrag (dt.)
Paris 1933 bis 1944: Zahlreiche, überwiegend jüdische Emigranten aus dem Deutschen Reich suchten Zuflucht in der französischen Hauptstadt, später auch im Süden des Landes. Unter ihnen die 1893 in Köln geborene Jüdin Luise Straus-Ernst, eine der ersten promovierten Kunsthistorikerinnen ihrer Generation und erste Frau des Malers Max Ernst. Während ihres Exils in Frankreich schrieb sie für renommierte Zeitungen und befand sich damit in prominenter literarischer Gesellschaft, wie in der von Irmgard Keun oder Klaus Mann. Doch ihr feuilletonistisches Schaffen geriet nach ihrer Ermordung in Auschwitz im Jahr 1944 schnell in Vergessenheit. Die Kölner Autorin Eva Weissweiler, die 2025 mit ihrer Biographie über die Fluchthelferin Lisa Fittko in Heidelberg zu Gast war, hat für ihr neues Buch 15 Texte ausgewählt, die Luise Straus-Ernst selbst als „pointierte kurze Geschichten“ bezeichnet hat.