10.-20.10.2024

Französische Woche Heidelberg

2023

Alle Veranstaltungen für 2023.

Donnerstag, 12. Oktober 2023
19:30 Uhr

Stammtisch pour jeunes et étudiants : jeux de société

Stammtisch pour jeunes et étudiants : jeux de société

La Maison de Montpellier propose tout au long de l’année, un jeudi sur deux, un Stammtisch pour jeunes et étudiants. Ces rencontres franco-allemandes sont ouvertes à tous ceux qui souhaitent pratiquer le français (tous niveaux acceptés). Les francophones voulant parler allemand sont également les bienvenus. Venez faire connaissance autour de divers jeux de société, c’est une excellente occasion pour pratiquer ou apprendre la langue de nos voisins.

Entrée libre, sans inscription

Plus d'info: www.montpellier-haus.de ou 06221 16 29 69

Freitag, 13. Oktober 2023
18:00 Uhr

Eröffnung: Compagnie Cie Mangano Massip: Les aimants / Magnete

Eröffnung: Compagnie Cie Mangano Massip: Les aimants / Magnete

18 Uhr: Erste Vorstellung

19 Uhr: Offizielle Eröffnung der Französischen Woche mit Empfang

20 Uhr: Zweite Vorstellung

Sie ziehen sich an – sie stoßen sich ab. In enger Verbindung – unüberwindbarer Distanz. Dies beschreibt das Bild der Magnete (frz. les aimants), aber auch das Leben der Liebenden (frz. les amants), welches Sara Manango und Pierre-Yves Massip durch ihre Kunst auf die Bühne bringen. Die Liebenden: sie suchen einander, wollen einander umschlingen und vermögen es dennoch nicht, diese Nähe zu wahren.

Mangano und Massip sind ein französisches Duo, das unter dem Meister der Pantomime, Marcel Marceau, in Paris studiert hat. Doch erwartet das Publikum keine weißen Gesichter, keine unsichtbaren Türen und Wände, sondern eine Theaterperformanz, welche mit Hilfe „konkretester und greifbarster Aspekte der Körper, Objekte und Materialien“ das Unsichtbare und Unaussprechliche erzählt.

Was ist die Liebe, wenn nicht der Wunsch zusammen zu sein? Und dennoch mag etwas zwischen uns, den ‚amants‘, stehen, das wir nicht zu überwinden wissen. Les aimants ist eine Reflexion über die Liebe, über den Drang gemeinsam zu sein, zu verschmelzen und sich selbst doch nicht zu verlieren.

Eine Hommage an Marcel Marceau zu seinem 100. Geburtstag.

Begrüßung: Erika Mursa, Festivalleitung

Grußworte: Martina Pfister, Bürgermeisterin für Kultur, Bürgerservice und Kreativwirtschaft

Gael de Maisonneuve, Generalkonsul der Französischen Republik, Stuttgart

Mit freundlicher Unterstützung des Institut français Deutschland und des französischen Ministeriums für Kultur

Samstag, 14. Oktober 2023
19:30 Uhr

Sylvie Schenk: Maman - musikalische Lesung mit Heribert Leuchter (Saxofon)

Sylvie Schenk: Maman - musikalische Lesung mit Heribert Leuchter (Saxofon)

„Eine Annäherung an die eigene Mutter und eine schmerzhafte Abrechnung“ – so beschreibt der Hanser-Verlag den neusten von Sylvie Schenk erschienen Roman Maman. Doch ist dieser Roman kein Klagelied, kein verbitterter Blick auf das Vergangene, sondern der Versuch zu verstehen.

Von Geburt an eine Waise und erst spät in einer Adoptivfamilie aufgenommen, schaffte Sylvie Schenks Mutter es nie, die Distanz zwischen sich und ihren Kindern zu überbrücken. „Eine Raritätenmutter“, schreibt die Autorin, „die man beschützen muss, auch wenn ich sie manchmal abstoßend fand.“ Sie war einsam, introvertiert, traumatisiert – und dennoch bemüht, den Anforderungen, die man an sie stellte, gerecht zu werden. Und das, ohne zu klagen. Schweigsam und freudlos.

Der Roman ist eine Hommage an eine Frau: die Versprachlichung einer zärtlichen, wenn auch schmerzhaften Erinnerung. Für diese Geschichte hat Sylvie Schenk sich auf eine Reise gemacht, eine Reise in die Archive Lyons, zu den vergangenen Weltkriegen, die das Leben ihrer Mutter und Groß-mutter prägten, aber besonders eine Reise in die Vergangenheit der Familie.

Das Schreiben eines Buches heile keine Wunden, sagt die Autorin, aber es ist „eine Art, eine Verbindung zwischen Generationen und über zwei Jahrhunderte hinweg herzustellen, eine tiefe Verbindung, die meinen eigenen Blick erweitert und manchmal auch für ein Schwindelgefühl gesorgt hat.“

Begleitet wird diese Lesung vom Heribert Leuchter, der mit seinen jazzigen Klängen die Atmosphäre für diesen literarischen Abend bereitet.

Samstag, 14. Oktober 2023
19:30 Uhr

Bretonische Verbrechen – Kommissar Dupin und seine Fälle

Bretonische Verbrechen – Kommissar Dupin und seine Fälle

Zum 55-jährigen Bestehen der Partnerschaft mit Plouguerneau im nördlichen Finistère, Bretagne, begibt sich die IGP Partnerschaft in einem Vortrag von Ulrich Leist auf die Spuren von Kommissar Dupin, der beliebten Romanfigur der Krimireihe von Jean-Luc Bannalec. Mit eigenen Fotos seiner zahlreichen Reisen entführt uns der Referent an die Originalschauplätze der fiktiven Verbrechen, darunter die Gegend rund um den Aber Wrac'h, wo der vorletzte 11. Band Bretonische Nächte spielt.

Samstag, 14. Oktober 2023
10:00 Uhr

Musique / Marché / Artisanat / Photographie

Musique / Marché / Artisanat / Photographie

Der Samstagsmarkt auf dem Willi steht heute ganz im Zeichen von bleu-blanc-rouge, ab12 Uhr begleitet vom bekannten Akkordeonisten Laurent Leroi! Aus Frankreich werden kulinarische Spezialitäten angeboten, textiles Handwerk aus französischen Stoffen steht zum Kauf und zur Bewunderung bereit. Der Fototag nimmt ebenfalls das Motto „Frankreich“ auf und lässt noch einmal Urlaubsstimmung aufkommen. Am Stand der Französischen Woche können Sie bei einem Quiz Ihre Frankreich-Kenntnisse testen. Das Festival hat für heute zudem besondere Marktbesucher eingeladen: Anton, den weitgereisten Seemann aus dem bretonischen Saint-Malo, sowie seinen Freund, den Fregattvogel Joa, von der Compagnie „Vue d’en Ô“. Das Besondere an dem freundlichen Matrosen mit den struppigen schwarzen Haaren und seinem geflügelten Begleiter: Mit einer Größe von 3,5 Metern überragen sie majestätisch die Marktstände und bringen eine frische atlantische Brise und die Träume von Freiheit auf hoher See mit nach Heidelberg.

Auftritte der Riesenmarionetten Anton & Joa: 11 Uhr und 13.30 Uhr

 

Samstag, 14. Oktober 2023

Chanson singen leicht gemacht

Chanson singen leicht gemacht

Körperhaltung, Atem- und Gesangstechnik ebenso wie die französische Aussprache werden in diesem Kurs geübt, so dass Sie sich der überzeugenden Interpretation französischer Chansons annähern.

Samstag, 14. Oktober 2023
20:00 Uhr

IFFMH präsentiert: À l’Abordage - Ein Sommer zum Verlieben

IFFMH präsentiert: À l’Abordage - Ein Sommer zum Verlieben

In einem Moment verliebt, im nächsten schon verreist. Die Freunde Félix und Chérif fahren, spontan einer Flamme folgend, von Paris in den sommerlichen Süden. Doch die Verehrte reagiert verhalten auf den Überraschungsbesuch. Und so entwickelt sich À l’Abordage zu einer grandiosen Melange aus Drama, Romantik und Situationskomik. Nie allerdings gibt Regisseur Guillaume Brac in dieser sanften Komödie eine Figur für eine Pointe preis. Ein Hohelied der Humanität und zugleich ein Fest für die Sinne!

Samstag, 14. Oktober 2023
20:00 Uhr

Cartage, encore - Karthago, immer wieder von Jean-Luc Lagarce

Cartage, encore - Karthago, immer wieder von Jean-Luc Lagarce

Jean-Luc Lagarce ist einer der meistgespielten Theaterautoren in Frankreich. Sein 1979 erschienenes Stück Cartage, encore spielt im sagenhaften Karthago, nahe dem heutigen Tunis, einer mythischen Stadt am Meer. Es steht in der Tradition des absurden Theaters der fünfziger Jahre in Frankreich. Explizit beruft sich Lagarce auf Ionesco, dessen Stücke er mit seiner Theatertruppe aufführt. Auch die Figuren in seinen eigenen Texten scheitern an ihrer Unfähigkeit, das Wesentliche auszudücken. Sie reden ohne Unterlass und haben sich doch nichts zu sagen.

In Cartage, encore sind es drei namenlose Personen, eine Frau und zwei Männer, die eingeschlossen in einer alten Kathedrale mit ihrer Sprach- und Beziehungslosigkeit ringen. Das ist komisch, skurril und rührend zugleich.

Das Drama erzählt ihren Kampf um die Freiheit. Die einzig verbliebene Verbindung nach draußen ist eine unerreichbare Öffnung hoch oben im Kirchturm, durch die der Sand rieselt, und ein Radio. Lagarce entwirft ein makabres Endzeitszenario. Das Meer ist überzogen von klebrigem, übel riechendem Schleim, Gras und Blumen auf der Erde sind lange schon künstlich, während die Stimme aus dem Radio kommendes Glück und ewigen Sonnenschein verspricht.

Wir schauen gebannt den Protagonisten zu, wie sie in glückliche Erinnerungen und rosige Zukunftsvisionen flüchten und das Misstrauen gegeneinander jeden ernsthaften Rettungsversuch vereitelt. Dabei wissen wir, sie müssen es schaffen: Die Welt steht auf dem Spiel.

Besetzung: David Biere; Arnaud Geiger; Nawel Herbrechter, Pia Keßler

Inszenierung: Antje Reinhard

Sonntag, 15. Oktober 2023
17:00 Uhr

Tour de France

Tour de France

Les Troubadours präsentieren eine musikalische Reise durch die verschiedenen Landschaften Frankreichs, von Okzitanien über Elsaß/Lothringen, das Loiret, Bretagne und Normandie auf die Zielgrade Paris zu. Die Tour ist zugleich eine Zeitreise durch die Epochen des französischen Chansons vom Mittelalter bis in die Neuzeit. Sie dürfen gespannt sein auf Lieder von Liebe und Leid, von Freude und Schmerz, sei es im Gewand formvollendeter höfischer Dichtung oder derber Volkspoesie.

Sonntag, 15. Oktober 2023
17:00 Uhr

Jean-Luc Godard: A bout de souffle / Außer Atem

Jean-Luc Godard: A bout de souffle / Außer Atem

FR 1960 | R: Jean-Luc Godard | 90 min | Jean-Paul Belmondo, Jean Seberg u.a. | OmdtU | ab 16 J.

Nach diesem Film werde das Kino nie mehr so sein wie zuvor – das soll François Truffaut zur Premiere von Außer Atem gesagt haben. Trotzdem ist seine Handlung eher klassisch und schlicht: Auf dem Weg nach Paris gerät der Autodieb Michel Poiccard mit einer gestohlenen Luxuslimousine in eine Kontrolle. Er erschießt einen Polizisten und versteckt sich bei der jungen Amerikanerin Patricia, die in Paris Zeitungen verkauft und sich zum Ziel gesetzt hat, Journalistin zu werden. Während Michel versucht, Geld für die gemeinsame Flucht aufzutreiben, gerät Patricia ins Visier der Polizei und muss sich zwischen ihren Gefühlen und ihrer Karriere entscheiden.

Mit diesem billig in den Straßen von Paris gedrehten Film, mit jungen Darstellern, die sich frei vor der Kamera bewegen und deren bis heute faszinierendem schnellen Rhythmus wurde Außer Atem zu einem cineastischen Mythos, mit dem Jean-Luc Godard die Filmsprache revolutionierte und dabei auch die Regeln des Film noir auf den Kopf stellte.

Einführung: Jürgen John

Empfang im Anschluss an die Vorstellung

Sonntag, 15. Oktober 2023
11:30 Uhr

Les croissants du dimanche - Gebäck aus Frankreich

Les croissants du dimanche - Gebäck aus Frankreich

Wenn wir einst früh morgens von einer Party kamen, klopften wir an das Souterrainfenster des Bäckers, um die allerersten duftenden Croissants zu kaufen und sie ganz warm zu genießen… Croissants eignen sich aber auch für ein Frühstück zu Hause und können leicht selbst gebacken werden. Neben Croissants und Pains au chocolat (Schokocroissants) lerne n Sie auch, die raffinierte Tarte au citron meringuée (Zitronentarte mit Baiserhaube) selbst herzustellen.

Sonntag, 15. Oktober 2023
17:00 Uhr

Comic Schreibatelier mit Manu Causse

Comic Schreibatelier mit Manu Causse

La France est un des grands pays de la BD. Avec l’auteur Manu Causse de Toulouse, nous allons apprendre à transposer un texte en BD : d’abord on partira d’une planche de BD "classique" pour en écrire le scénario, puis à partir du début de son roman Nos coeurs tordus on établira un scénario de BD. Manu Causse rêvait depuis toujours de devenir écrivain – ou rock star. Depuis 2005 il a réalisé son premier rêve et écrit des romans pour jeunes et adultes, dont quelques-uns ont été traduits en allemand (Meine Liebe - Mon vampire, Romeo@Juliette). Il a quatre enfants, tous adolescents, sait donc ce que veulent les ados.

Sonntag, 15. Oktober 2023
11:00 Uhr

Tela Tchaï: der vergessene Filmstar aus der Minderheit

Tela Tchaï: der vergessene Filmstar aus der Minderheit

Die Kritiker verglichen sie mit Greta Garbo oder Marlene Dietrich. Gefeiert wurde sie in etlichen Artikeln überschwänglich als „sensationelle Besetzung“ und „schauspielerisches Naturtalent“. Und unter den begehrten Sammelbildern einer deutschen Zigarettenfabrik fand sich ihr Foto gar neben dem der Stummfilm-Ikone Asta Nielsen. Dennoch ist die französische Actrice Tela Tchaï, die aus einer Manouche-Familie stammt, heute nahezu vergessen. Mit Die Herrin von Atlantis des österreichischen Regisseurs Georg Wilhelm Pabst aus dem Jahr 1932 wird ihr wohl bekanntester Film in einer gerade restaurierten, digitalisierten Fassung gezeigt. Im Anschluss berichtet der Bielefelder Germanist Prof. Klaus-Michael Bogdal im Filmgespräch von seiner akribischen biographischen Spurensuche. Dabei offenbart er faszinierende Details aus dem Leben der Schauspielerin, die 1909 als Martha Winterstein im französisch-deutsch-belgischen Grenzgebiet geboren wurde. Faktisch beendet wurde die Karriere von Tela Tchaï durch den Einmarsch der Wehrmacht in Frankreich im Mai 1940. Allerdings liegt auch ihre zweite, durchaus erfolgreiche Karriere als Malerin weitgehend im Dunklen. Der Filmstar starb 1993 in Saint-Tropez.

Sonntag, 15. Oktober 2023
14:00 Uhr

Bon anniversaire au Traité de l'Elysée. Visite guidée/Stadtführung

Bon anniversaire au Traité de l'Elysée. Visite guidée/Stadtführung

Der vor 60 Jahren geschlossene Elysée-Vertrag zwischen Deutschland und Frankreich gab den Beziehungen zwischen beiden Ländern einen Rahmen. Bei einem Gang durch die Altstadt stellt Ihnen Virginie Dryancour Personen aus Politik, Kultur, der Universität oder der Städtepartnerschaft vor, die seit 1963 Heidelberg besuchten und so konkret dazu beitrugen, die deutsch-französische Freundschaft lebendig zu halten. Ein anschließendes Picknick lädt zu französischen Spezialitäten ein.

Le traité de l’Elysée a fixé un cadre aux relations entre la France et l’Allemagne. Au cours d’une promenade dans la vieille ville, Virginie Dryancour vous présentera les Français venus à Heidelberg depuis 1963. De nombreux citoyens, issus du monde politique, culturel, universitaire ou participants à un jumelagese ont contribué ainsi concrètement à faire vivre l’amitié franco-allemande. Après la promenade un pique-nique avec des spécialités françaises vous attend.

Montag, 16. Oktober 2023
20:00 Uhr

Manu Causse: La deux CV verte / Die grüne Ente

Manu Causse: La deux CV verte / Die grüne Ente

Eine zauberhaft verspielte Geschichte voll französischem Charme, ein poetisch erzählter, humorvoller Roman über einen Ausbruch aus dem Alltag, eine Reise durch Frankreich mit einem 2 CV, Bewältigung von Vergangenem und die Kunst, dem Leben einen neuen Dreh zu geben. Was wirklich zählt im Leben hat Eric längst vergessen. Jeden Mittwoch besucht er seinen autistischen Sohn Isaac in der Kinderklinik, um mit dem immerzu schweigenden Jungen Karpfen zu beobachten - bis ihm die Besuche verboten werden. Der Zufall will es, dass Eric just zu diesem Zeitpunkt von seinem Onkel einen grünen 2CV - eine grüne Ente - erbt. Auf der Rückbank der Ente namens Titine sitzt neben dem Geist des toten Onkels auch dessen Katze, und beide halten sich mit Kommentaren nicht zurück. Zu kommentieren gibt es bald so einiges, denn Eric macht sich mit dem autistischen Isaac, den er kurzerhand aus dem Krankenhaus entführt, und 2 CV Titine auf die Reise: quer durch Frankreich, in die Vergangenheit und zurück ins Leben. Eine fabelhafte Tour, auf der ihnen ein Pilze sammelnder Gendarme begegnet, sie eine junge Frau und deren Schmetterling kennen lernen und der immerzu schweigende Autist Isaac anfängt zu lachen. Manu Causse, Jahrgang 1972, ist im Aveyron aufgewachsen. Nach 15 Jahren Tätigkeit als Lehrer entschied er sich 2005 entschied, Schriftsteller zu werden. Seitdem lebt und arbeitet er als Autor, Übersetzer und Animateur für seine vier Kinder in Toulouse.

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