08.-18.10.2026

Französische Woche Heidelberg

2026

Alle Veranstaltungen für 2026

Samstag, 10. Oktober 2026
20:00 Uhr

Deneuve-Filmreihe: Les parapluies de Cherbourg / Die Regenschirme von Cherbourg

Deneuve-Filmreihe: Les parapluies de Cherbourg / Die Regenschirme von Cherbourg

Eröffnung der Catherine-Deneuve-Filmreihe mit Verre d'amitié im Anschluss

Der Automechaniker Guy und die Regenschirmverkäuferin Geneviève lieben sich inniglich. Als Guy für zwei Jahre zum Kriegsdienst muss, verbringen beide ihre erste und einzige Liebesnacht. Geneviève wird schwanger. Doch als Guy als Algerien zurückkehrt, ist Geneviève verschwunden... Jacques Demy verdichtet die anspruchslose Alltagsgeschichte zu einem lyrischen Kammerspiel, in dem alle Dialoge gesungen werden. Musik und Melodien, stilisierte Farben, Formen und Bewegungen verbinden sich zu einem höchst artifiziellen Film, der auf zärtliche Weise die Gefühle der Figuren versinnbildlicht. Er wird retrospektiv von der Kritik als Demys Meisterwerk bezeichnet. Bei seinem Erscheinen sorgte der Film für Furore und gewann in Cannes die Goldene Palme.

Einführung: Gilda Hysaj

Sonntag, 11. Oktober 2026
11:00 Uhr

La petite librairie – Neue Bücher aus Frankreich. Auswahl von Barbara von Machui

La petite librairie – Neue Bücher aus Frankreich. Auswahl von Barbara von Machui

Die Bildhauerin und Fotografin Gabriella Zalapi versucht, in ihrem autobiografischen Roman Ilaria das Trauma ihrer Kindheit zu verarbeiten, als ihr Vater sie entführte und zwei Jahre lang mit ihr kreuz und quer durch Italien fuhr; Pascale Hugues erzählt in So voller Leben berührend von ihrer bipolaren Mutter, Amélie Nothomb muss schmerzlich erkennen, dass eine Rückkehr nach Japan, das geliebte Land ihrer Kindheit, unmöglich ist, Annie Ernaux reflektiert in Auf den Bildern anhand von 14 Kleiderstillleben auf Fotos über Eros und Thanatos; Anne Berest erzählt uns die Geschichte ihres schweigsamen Vaters und seiner bretonischen Vorfahren in Finistère; der bisher als Jugendbuchautor bekannte Timothée de Fombelle erzählt in seinem poetischen Roman Das Leben, das wir nicht haben werden vom Liebestraum eines jungen Mädchens im Paris der Résistance; Anne Goscinny, die Tochter des berühmten Astérix-Autors, schreibt in Das Klimpern der Schlüssel einen wunderbaren Brief an ihren früh verstorbenen Vater, der zu dessen 100. Geburtstag auf Deutsch erscheint, und Karine Tuil erzählt über Die Liebeshungrigen.

Sonntag, 11. Oktober 2026
11:30 Uhr

La pâtisserie française, c’est toujours bon!

La pâtisserie française, c’est toujours bon!

In diesem Kurs lädt Sie Céline Herrera Navarro ein, sieben leckere französische Spezialitäten zu backen: einen köstlichen „gâteau basque“ mit Schwarzkirschmarmelade, feine „navettes de Marseille“ mit Olivenöl, „madeleines“ mit Zitronengeschmack, zarte „financiers au chocolat“ und „financiers aux noisettes“, leicht gesalzene goldene „palets bretons“ und „pommes-cannelle“ ohne Äpfel. Wie immer möglichst mit frischen regionalen und Bio-Zutaten.

Sonntag, 11. Oktober 2026
14:00 Uhr

Isabel Pin: Benoît Mandelbrot

Isabel Pin: Benoît Mandelbrot

Noch vor Erscheinen ihres neuen Buches gibt die deutsch-französische Autorin und Illustratorin Isabel Pin einen exklusiven Einblick in ihre Biografie über den Mathematiker Benoît Mandelbrot. Während sie live zeichnet, erzählt sie von seinem außergewöhnlichen Lebensweg - von seiner Kindheit in Polen über das Exil als jüdischer Flüchtling bis zu seinen bahnbrechenden Entdeckungen. Inspiriert von den Mustern der Natur entwickelte Mandelbrot eine neue Sicht auf Formen und Strukturen.

Isabel Pin hat mehr als 60 Bücher für Kinder und Erwachsene veröffentlicht und wurde für ihre Arbeiten vielfach ausgezeichnet. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Die Veranstaltung ist Teil des „International Children's Book Festival“ des DAI Heidelberg (9.-11.10.2026). Neben dem öffentlichen Programm ist Isabel Pin auch mit Lesungen für Schulkassen zu ihren Büchern Ada Blackjack und Wie Pflanzen reisen zu Gast.

Sonntag, 11. Oktober 2026
14:30 Uhr

Chemin faisant

Chemin faisant

Venez découvrir les ruelles de la vielle ville d’Heidelberg dans une atmosphère agréable en échangeant en français avec d’autres participants. La balade d’une à deux heures se terminera dans nos locaux Mittelbadgasse 7 et aura lieu quelque soit le temps, sauf orage ou tempête. Pas d’inscription requise.

Entdecken Sie die Gassen der Heidelberger Altstadt in angenehmer Atmosphäre und tauschen Sie sich dabei mit anderen Teilnehmern auf Französisch aus. Der ein- bis zweistündige Spaziergang endet in unseren Räumlichkeiten in der Mittelbadgasse 7 und findet bei jedem Wetter statt, außer bei Unwetter. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Point de rendez-vous: dans la vielle ville au coin de la St-Anna-Gasse et de la Hauptstrasse.

Treffpunkt: in der Altstadt, an der Ecke St.-Anna-Gasse und Hauptstraße.

Sonntag, 11. Oktober 2026
15:00 Uhr

Queer Café Franco-Allemand

Queer Café Franco-Allemand

Lust auf French Vibes, neue Connections & leckeres Gebäck? Zur Französischen Woche verwandeln der „Stadtjugendring Heidelberg e.V.“ und Q“ueer Space Heidelberg“ das Karlstor in einen gemütlichen Spot für alle.

🥐 Buffet: Croissants, Pain au Chocolat u.v.m.

Der Eintritt ist frei, also kommt vorbei, schnappt euch ein Croissant und genießt den bunten deutsch-französischen Nachmittag mit uns. Wir freuen uns auf euch! ✨

Sonntag, 11. Oktober 2026
17:00 Uhr

Zoë et les étoiles

Zoë et les étoiles

Zoé“ – aus dem Griechischen – steht für das Leben, les étoiles für die Sterne. Ein Name, der die Essenz der Band einfängt: Leichtigkeit, Lebensfreude und den Mut, ein wenig nach den Sternen zu greifen. Hinter zoé et les étoiles steht das Heidelberger Duo Sébastien Nicolas (Gitarre) und Kristina Hirz (Gesang). Je nach Anlass wird die Formation erweitert und klanglich bereichert – etwa durch die Violinistin Heike Süßdorf oder Stefan Bräumer an Gitarre und Bass

Musikalisch bewegt sich die Band zwischen Chanson und Pop – facettenreich, atmosphärisch und stets mit persönlicher Note. Klassische französische Chansons treffen auf moderne Popsounds und werden ergänzt durch Einflüsse aus aller Welt: von den Kapverden über Portugal und Italien bis hin nach Deutschland.

Vor allem aber transportiert zoé et les étoiles ein ganz besonderes Gefühl:
französische Leichtigkeit, eine Prise Verruchtheit und immer ein charmantes Augenzwinkern. Musik, die berührt, verführt und zugleich zum Träumen einlädt.

Genießt die Musik bei einem Glas Wein oder Kaffee in entspannter Wohnzimmeratmosphäre.

Sonntag, 11. Oktober 2026
18:00 Uhr

Fromage et Cie (1)

Fromage et Cie (1)

DIESE VERANSTALTUNG IST LEIDER AUSVERKAUFT.

 

Feiern Sie mit uns die französische Lebensart!

Wir laden Sie herzlich zu einer genussvollen Verkostung sorgfältig ausgewählter französischer Käsesorten und charaktervoller Weine ein.

Entdecken Sie in entspannter Atmosphäre die vielfältigen Aromen und Traditionen der französischen Regionen.

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Eintritt 20 €, ermäßigt und dfk-Mitglieder 15 €

Anmeldung per E-Mail: 

Sonntag, 11. Oktober 2026
20:00 Uhr

Deneuve-Filmreihe: Belle de Jour / Schöne des Tages

Deneuve-Filmreihe: Belle de Jour / Schöne des Tages

Séverine ist schön, verheiratet und könnte glücklich sein – doch hinter der bürgerlichen Fassade verbergen sich geheime Fantasien und unerfüllte Sehnsüchte, die sie in ein Nobel-Bordell führen. Je tiefer sie in diese verborgene Welt eintaucht, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Fantasie und Realität. Ein Traum in rot und blond: Mit kühler Eleganz und rätselhafter Zurückhaltung verkörpert Catherine Deneuve eine Figur, die zur Projektionsfläche für Begehren und Deutungen wird. Buñuel verweigert dabei bewusst eindeutige Erklärungen und schafft einen schwebenden Raum zwischen Traum und Wirklichkeit. Belle de jour verbindet surrealistischen Humor, psychologische Ambivalenz und bissige Gesellschaftssatire und zählt zu den prägenden Rollen in Deneuves Karriere.

Einführung: Anna Rottländer

Montag, 12. Oktober 2026
18:00 Uhr

Musée Fabre in Montpellier

Musée Fabre in Montpellier

Vorstellung durch Matthieu Fantoni. Vortrag (dt.)

In Kooperation mit dem Kurpfälzischen Museum stellt das Montpellier-Haus zum 65. Jubiläumsjahr der Städtepartnerschaft das Musée Fabre in Montpellier vor. Es wurde 1825 mit einer Schenkung von Werken von François-Xavier Fabre gegründet. Generationen von Spendern folgten seinem Beispiel, darunter Alfred Bruyas, ein Freund von Cabanel und Courbet, und ein renommierter Sammler von Delacroix war. Im 20. Jahrhundert wurde der Bestand des Museums um Werke von Frédéric Bazille und Künstlern der Gruppe „Support/Surface“ bereichert, sowie 2005 durch Werke von Pierre Soulages, so dass heute dort über 1000 Werke zu sehen sind. Nach Kunstgeschichte an der École du Louvre und der Universität Heidelberg ist Matthieu Fantoni seit 2024 für die Sammlungen alter Kunst im Musée Fabre in Montpellier zuständig. Seine Forschungsschwerpunkte sind die französische Malerei vom 17. bis zum 19. Jahrhundert sowie Rezeption.

Montag, 12. Oktober 2026
18:00 Uhr

Fromage et Cie (2)

Fromage et Cie (2)

DIESE VERANSTALTUNG IST LEIDER AUSVERKAUFT.

Feiern Sie mit uns die französische Lebensart!

Wir laden Sie herzlich zu einer genussvollen Verkostung sorgfältig ausgewählter französischer Käsesorten und charaktervoller Weine ein.

Entdecken Sie in entspannter Atmosphäre die vielfältigen Aromen und Traditionen der französischen Regionen.

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Eintritt 20 €, ermäßigt und dfk-Mitglieder 15 €

Anmeldung per E-Mail: 

 

Montag, 12. Oktober 2026
20:00 Uhr

Tom Medina

Tom Medina

Film (OmU) von Tony Gatlif und Gespräch

Tom Medina wird von einem Jugendrichter in die Camargue zu Ulysses geschickt, einem Mann mit großem Herzen, der mit der Natur im Einklang steht. Von Stieren und Pferden fasziniert und von Visionen geleitet, erlernt Tom an seiner Seite den Beruf des Naturwächters. Er ist wissensdurstig und sehnt sich danach, ein anderer Mensch zu werden. Aufgebracht über die unveränderte Feindseligkeit, die ihm entgegenschlägt, kämpft er um sein Schicksal und kreuzt dabei den Weg der Aktivistin Suzanne. Tom Medina ist ein Spielfilm, der sich an Tony Gatlifs Leben vor seiner Zeit als Filmemacher orientiert, als er über das Meer nach Frankreich kam. Er wurde 1948 in Algerien geboren. Sein Vater war Kabyle, seine Mutter Romni. Beide Kulturen beeinflussten ihn stark und inspirierten ihn zu einem Großteil seiner Filme. Tom Medina wurde 2021 bei den Filmfestspielen in Cannes gezeigt.

Dienstag, 13. Oktober 2026
18:00 Uhr

Jean de Palacio: Veturia. Eine Statue in den Tuilerien wird lebendig

Jean de Palacio: Veturia. Eine Statue in den Tuilerien wird lebendig

In diesem Kurzroman von Jean de Palacio (1931–2024) entdeckt ein Einzelgänger, der sich der Literatur und der Alten Musik verschrieben hat, in den Pariser Tuilerien die Statue der Veturia. Vor ihr sitzend, liest er Horaz und Vergil: die Statue scheint im Takt mit seinen Besuchen zu atmen. Er beginnt, einen Roman für sie zu schreiben und ihr so neues Leben zu geben. Allerdings hat er nicht mit der Eifersucht seiner Geliebten aus Fleisch und Blut gerechnet ...

Eine Novella über das Schreiben und das Leben, über Antike und Moderne, über die Gegensätze von römischer und griechischer Antike und den Pygmalion-Mythos. „Eine Art Kammerspiel, in sechsunddreißig zum Teil sehr kurzen Szenen, das weit hinausgreift in die Bereiche Geschichte, Mythologie, Musik und vor allem Literatur. Ein Spiel auf mehreren Ebenen, bei dem Realität und Fiktion – genauer: Fiktion und Fiktion in der Fiktion – sich vermischen.“ (Dieter Meier)

Die Verlegerin des Heidelberger Flur Verlags stellt das erstmals ins Deutsche übersetzte Buch im Gespräch mit dem Übersetzer Dieter Meier vor.

Dienstag, 13. Oktober 2026
18:00 Uhr

Heldinnen der Résistance

Heldinnen der Résistance

Nach einer kurzen Einführung von Mme Anne-Marie Poutiers, Präsidentin des Fördervereins des Lycée Molière in Paris, richtet der Vortrag von Ute Steinheber den Blick auf ein Pariser Gymnasium, wo Geschichte und Aktualität in der Aufarbeitung von Verfolgung, Deportation und Widerstand in einem Projekt beleuchtet wurden. Im Mittelpunkt steht das Lycée Molière als Ort des Widerstands. Historische Zeitzeugnisse würdigen die Geschichte der Ex-Schülerinnen und die besondere Rolle der Frauen in der Résistance. Zudem wird mit dem Vercors ein weiterer bedeutender Schauplatz der Kriegsgeschehnisse vorgestellt.

Dienstag, 13. Oktober 2026
20:00 Uhr

Deneuve-Filmreihe: La sirène du Mississipi / Das Geheimnis der falschen Braut

Deneuve-Filmreihe: La sirène du Mississipi / Das Geheimnis der falschen Braut

Der deutsche Filmtitel Das Geheimnis der falschen Braut ist leider ein grober Missgriff, da er das Geheimnis des Films z.T. verrät. Der französische Titel hingegen bewahrt es und eröffnet dabei noch ein wunderbares Assoziationsfeld . In Truffauts achtem Spielfilm sind beide Schauspieler gegen ihr bisheriges Rollenklischee besetzt. Catherine Deneuve spielt eine Abenteuerin mit Zügen, die ihr bis dahin fremd waren, in einer sehr pathetischen, leidenschaftlichen Liebesgeschichte voller Romantik à la Truffaut, Belmondo als sanftmütiger Liebender, der der kaltblütigen Sirène alles verzeiht: ein Kinomärchen voller Hitchcock-Zitate.

Einführung: Barbara von Machui

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