08.-18.10.2026

Französische Woche Heidelberg

Articles tagged with: Okzitanien

Montag, 16. Oktober 2023
18:00 Uhr

Manu Causse: Bloody Phone

Manu Causse: Bloody Phone

Lesung für Jugendliche auf Französisch (Roman ado dès 15 ans)

Marie, 18 ans, vient de perdre sa mère journaliste dans un accident de la route. En triant ses affaires, elle comprend qu’Irène s’intéressait aux conditions de fabrication d’un smartphone dernière génération et à un mystérieux individu lié à cette entreprise. Et si la mort de sa mère n’était pas accidentelle ? Avec l’aide de Léo, un jeune hackeur, et de sa marraine, reporter italienne, Marie reprend l’enquête et remonte la piste d’un trafic de minerais rares en Afrique. Elle apprend que son père a été assassiné avant sa naissance en Sierra Leone. Marie veut révéler au grand jour ce trafic et le nom des meurtriers de ses parents. Mais les voix de deux adolescents et d’une journaliste peuvent-elles faire le poids contre une entreprise internationale ? Le premier volet des aventures du Collectif Blackbone qui porte sur les « minerais du sang » en Afrique.

Premier volet d’une série de quatre romans, Bloody Phone est à la fois un roman policier et une enquête journalistique sur la réalité des mines de coltan qui, en RDC et ailleurs, exploitent des enfants afin de fournir ce métal précieux pour nos téléphones. Suivant l’itinéraire de Marie, jeune femme engagée et journaliste, la série Blackbone informe sur les objets du quotidien des adolescents (téléphone, vêtements, fast-food, eau…) et les enjeux environnementaux qui y sont liés.

Mittwoch, 18. Oktober 2023
18:00 Uhr

Pascale Picard: Das Musée Hyacinthe Rigaud in Perpignan

Pascale Picard: Das Musée Hyacinthe Rigaud in Perpignan

Zunächst aus einer Privatsammlung entstanden und in zwei Patrizierhäusern des 17. Jh. beheimatet, wird das Museum seit 1953 vom Staat unterstützt und erhielt seinen heutigen Namen nach dem Künstler Hyacinthe Rigaud. Die Gotik und die Barockzeit des Süden Frankreichs sind vertreten, aber auch Werke von Maillol, Picasso, Dufy und weiteren Emigrierten nach dem spanischen Bürgerkrieg prägen das Museum.Zunächst aus einer Privatsammlung entstanden und in zwei Patrizierhäusern des 17. Jh. beheimatet, wird das Museum seit 1953 vom Staat unterstützt und erhielt seinen heutigen Namen nach dem Künstler Hyacinthe Rigaud. Die Gotik und die Barockzeit des Süden Frankreichs sind vertreten, aber auch Werke von Maillol, Picasso, Dufy und weiteren Emigrierten nach dem spanischen Bürgerkrieg prägen das Museum.Die Museumsleiterin Pascale Picard stellt die Sammlung und Ausstellungen vor.

Vortrag auf Französisch mit Übersetzung von Karla Jauregui

Freitag, 11. Oktober 2024
17:30 Uhr

Lucie Rico: Le chant du poulet sous vide / Die Ballade vom vakuumverpackten Hähnchen

Lucie Rico: Le chant du poulet sous vide / Die Ballade vom vakuumverpackten Hähnchen

Lucie Rico (*1988) kommt als erste Autorin zu einem Residenzprogramm nach Heidelberg, das von Occitanie Livre et Culture, Montpellier-Haus und der Stadt Heidelberg initiiert wurde. Zum Abschluss wird sie über ihren Debütroman Die Ballade vom vakuumverpackten Hähnchen sprechen, der mit dem Prix du Roman d’Écologie ausgezeichnet wurde. Auf ironische und bizarre Weise setzt sich Rico darin mit dem Verhältnis des Menschen zu seiner tierischen Umwelt auseinander. Aus der Perspektive von Hannah wird die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die nach dem Tod ihrer Mutter auf deren Hühnerhof zurückkehrt – vorübergehend, denkt sie. Doch das Landleben nimmt sie in Beschlag: Sie schlachtet, vakuumiert und verabschiedet dabei jedes Hähnchen mit einer eigenen Biografie, die der Verpackung beiliegt. Aus dieser Geste der Wertschätzung entsteht ein Marketingprojekt, das irrwitzige Ausmaße annimmt.

Gallimard, 2021 / Matthes und Seitz, 2024, Übersetzung Milena Adam

Lesung und Gespräch mit der Autorin auf Französisch und Deutsch 

Moderation und Übersetzung: Sophia Mehrbrey

Dienstag, 15. Oktober 2024
18:00 Uhr

Marie-Pierre Chaumet: Das Musée Georges Labit in Toulouse

Marie-Pierre Chaumet: Das Musée Georges Labit in Toulouse

In Kooperation mit dem Kurpfälzischen Museum präsentiert das Montpellier-Haus in diesem Jahr in seiner Vortragsreihe über Museen in Okzitanien das Musée Georges Labit in Toulouse. Georges Labit (1862-1899) war ein vermögender Kaufmann aus Toulouse auf der Suche nach Kunst- und Alltagsgegenständen, die von den Lebensweisen der Menschen zeugen. Er erkundete vor allem Japan, China und Südostasien. Im Jahr 1893 eröffnet er ein Museum, das in neomaurischem Stil errichtet und 1912 zu einem städtischen Museum wird. In den folgenden Jahrzehnten wird es um Sammlungen erweitert, welche die Bedeutung des Museums für Kunst und Kultur Asiens stärken. Mitte des 20. Jahrhunderts ist es das drittgrößte Museum für asiatische Kunst in Frankreich. Nach ihrem Studium der Kunstgeschichte und Geschichte in Toulouse war Marie-Pierre Chaumet zunächst im wichtigsten Kunstmuseum von Toulouse, dem Musée des Augustins tätig. Bis zu ihrer Ernennung als Kuratorin des Musée Georges Labit im Jahr 2006 arbeitete sie in den zahlreichen Museen der Stadt Toulouse als Kunstvermittlerin.

Vortrag auf Französisch mit Übersetzung von Karla Jauregui

Mittwoch, 07. Oktober 2026
19:30 Uhr

Patrick Lacan: Verts / Grün

2026 findet zum zweiten Mal das wechselseitige Residenzprogramm für Autor*innen aus Heidelberg und Okzitanien statt. In diesem Jahr ist der Comicautor Patrick Lacan aus Toulouse vier Wochen am Neckar zu Gast - auf Einladung der UNESCO-Literaturstadt Heidelberg, des Montpellier-Hauses und der Agence Unique Occitanie Culture.

Zum Abschluss seiner Schreibresidenz im Montpellier-Haus spricht Patrick Lacan über seinen Comic Grün, der von Marion Besançon gezeichnet und von Karen Bo ins Deutsche übertragen wurde.

Darin  wird die Menschheit über Nacht von einer Welle pflanzlicher Mutationen heimgesucht: Die Köpfe Neugeborener sind mit Blättern gekrönt, aus ihren Gliedern sprießen Knospen und Blüten. Das unerklärliche Phänomen begeistert die einen und ruft bei den Anderen Angst und Ablehnung hervor. Die neue „Pro-Menschheit“-Bewegung findet immer mehr Zulauf … Grün greift aktuelle Probleme auf, die unser gesellschaftliches Klima betreffen, und hinterfragt zugleich unsere komplexe Beziehung zur Natur. Eine sanfte Fabel über das Loslassen, das Akzeptieren von Veränderung und die Dringlichkeit der Entschleunigung.

Patrick Lacan veröffentlichte erste Arbeiten im Jahr 2000. In seinen Werken verbindet er Zukunftsvisionen mit Gesellschaftskritik.

Samstag, 10. Oktober 2026
11:00 Uhr

Fanfarenzug Banda Sagana auf dem Wilhelmplatz

Fanfarenzug Banda Sagana auf dem Wilhelmplatz

Aus Montpellier kommt ein Fanfarenzug – in Begleitung einer Stelzenläuferin! Banda Sagana versetzt die Welt mit ihrer südländischen Musik in Feststimmung und bringt so gelebte Tradition des Languedoc nach Heidelberg. Sie wurde 1992 anlässlich der Feste zu Ehren des Heiligen Blasius in den Cevennen gegründet, dem Schutzpatron des Karnevals. Ihr Name leitet sich von einer Hexe aus Montpellier ab, Sagana, die im Okzitanischen den Ausdruck „faire sagan“ geprägt hat – also „Lärm machen“, so wie es am St.-Johannes-Tag, am Martor (dem okzitanischen Halloween) oder sogar zu Weihnachten üblich ist. Ausgehend von einem Repertoire alter mündlicher Überlieferungen (festliche Rituale oder südliche Lebensart) entwickelt die Gruppe eine Energie, die mit unserer Zeit im Einklang steht und die „vergangene Zeit“ dieser Melodien von einst wieder aufleben lässt. Pfeifen und Percussion begleiten die Lieder auf Okzitanisch.

Samstag, 10. Oktober 2026
10:00 Uhr

marché - artisanat - photographie

marché - artisanat - photographie

Der Fototag zum Thema Frankreich lässt noch einmal Urlaubsstimmung aufkommen. Am Stand des Deutsch-Französischen Kulturzentrums wird es ein Quiz zum Thema Cinéma mit kleinen Preisen geben sowie alle Infos zur Französischen Woche und ihren einzelnen Veranstaltungen. Auch das Montpellier-Haus bietet wieder Weine aus Südfrankreich an. Gemeinsam mit dem Montpellier-Haus und der Region Okzitanien haben wir Banda Sangana engagiert, eine Gruppe von Straßenmusikern mit einer Stelzenläuferin.

Donnerstag, 15. Oktober 2026
20:00 Uhr

Okzitanien – Der Kampf für kulturelle Identität und Unabhängigkeit

Anfang der 1970er Jahre - im Nachhall der französischen 68er Bewegung - hatte sich in Südfrankreich die Okzitanische Unabhängigkeitsbewegung (Lutte occitane) auf den Weg gemacht. In Deutschland weitgehend unbeachtet, außer in Heidelberg und Frankfurt. Der Abend wird sich u.a. mit den wichtigen Ereignissen von damals und den Folgen beschäftigen: der Kampf der Weinbauern, der Schafbauern auf dem Larzac, die Wiedergeburt der okzitanischen Kultur in Literatur, Film und Musik, die Folgen des Tourismus (z.B La Grande Motte). Auch die aktuelle politische Situation wird Thema sein.

Der Winzer Jean Huillet war Anfang der 70er Jahre einer der Führer der Winzerrevolte und der Bewegung gegen das Militärlager im Larzac. Die „Huillets Bande“ scheute nicht vor gewalttätigen Aktionen gegen den Staat und führte zu seiner Festnahme. Sehr lange blieb er politisch aktiv, aber seine Leidenschaft ist heute immer noch der Weinanbau.

Manfred Metzner lebt als Verleger (Verlag Das Wunderhorn) in Heidelberg. Er bereist seit 1972 Okzitanien, hat sich 1974 in der okzitanischen Unabhängigkeitsbewegung engagiert.

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