15.-24. Oktober 2021

Französische Woche Heidelberg

Articles tagged with: Literatur

Freitag, 21. Oktober 2016
20:00 Uhr

Stilübungen und Stilmeister

Stilübungen und Stilmeister

Raymond Queneau (1903-1976) und René Leibowitz (1913-1972). Ein Schrifttsteller, ein Komponist, zwei Künstler. Beide sind geprägt vom Surrealismus und dem urbanen Zentrum Paris, hier sind Ursache und Motiv ihrer künstlerischen Nähe begründet.

Als wichtigster Vermittler von Schönbergs Zwölftonmusik übt sich Leibowitz ausschließlich und meisterhaft in diesem Stil, den er mit Genauigkeit in Phrasierung und Struktur und französischer Eleganz verfeinert. Subtil und farbenreich  vertont er Texte zeitgenössischer und befreundeter Literaten.

Auch Queneau gehört zu ihnen. Sein tiefgründiger Humor, sein intellektueller Umgang mit Sprache, seine Selbstreflexion mit den Mitteln der Poesie inspirieren Leibowitz. Das literarische Feuerwerk, das Queneau 1947 mit seinen „Stilübungen“ vorlegt, ist so außergewöhnlich originell und experimentell, dass es bis heute seine Wirkung nicht verfehlt. Die kürzlich erschienene Neuübersetzung bei Suhrkamp belegt dies, an diesem Abend eindrucksvoll durch die beiden Übersetzer Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel vorgestellt. Unterbrochen und ergänzt werden sie durch musikalische Stileinschübe des KlangForum Heidelberg mit der Sopranistin Rinnat Moriah und J. Marc Reichow am Klavier.

Eine Kooperation der Französischen Woche mit dem KlangForum Heidelberg.

Mit freundlicher Unterstützung von Bordelais Weinhandel.

Freitag, 21. Oktober 2016
19:00 Uhr

Literarisches Ragout zum Naserümpfen

Literarisches Ragout zum Naserümpfen

Eine Lesung über kulinarische Abgründe der französischen Küche

Leben wie Gott in Frankreich? Da denkt man vor allem auch an die französische Küche, gefeiert als Kochkunst und von der UNESCO gewürdigt als immaterielles Kulturerbe der Menschheit. Selbstverständlich finden sich in der Literatur zahlreiche Schilderungen, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Aber freuen Sie sich da mal nicht zu früh! Denn selbst in unserem Nachbarland ist abseits von Haute cuisine und Gault Millau nicht alles Käse was stinkt. Wagen Sie mit uns einen literarischen Blick in die französischen Kochtöpfe und hören Sie allerlei von unzufriedenen Gästen, gastronomischen Unannehmlichkeiten und fragwürdigen Begleiterscheinungen des Essens. Auf unserer Menüfolge finden sich u.a. ein Giftmord, ein Ehekrieg am Essenstisch und eine klagende Pfälzerin.

Es serviert (und liest) Daniel Werner. Bon appétit!

Info: www.DFG-LU-MA.de

Freitag, 21. Oktober 2016
20:00 Uhr

Projekt Glühwürmchen von Nicolas Truong

Projekt Glühwürmchen von Nicolas Truong

Konzept und Inszenierung: Rainer Escher, Bühne: Holger Endres & Rainer Escher, Kostüme: Bea Albl mit Elisabeth Auer & Mathias Wendel. Ausgehend von dem berühmten Text Pasolinis „Das Überleben der Glühwürmchen“ hat der französische Autor Nicolas Truong einige moderne Denker und Philosophen in einen Dialog eintreten lassen. Auf der Bühne übernimmt ein Paar den entstandenen Ideenstreit. Mit großer Lust und Engagement buchstabiert es seine Beziehung mit diesen philosophischen Textfragmenten. Mann und Frau demonstrieren, dass das Denken auch eine Geschichte des Lebens und Begehrens sein kann, dass es keine Ideen ohne den Körper gibt, aber auch keinen Körper ohne Ideen. "Den Mut muss man erst einmal haben, Hochtrabendes von Giorgio Agamben, Walter Benjamin, Theodor W. Adorno, Guy Debord, Jacques Rancière, Georges Didi-Hubermann, Alain Badiou auf die Bühne zu bringen. Kennen Sie nicht? Macht nix, Spaß kann auch haben, wer schlicht Freude am Denken hat und sich ohnehin täglich wundert, wie das Ding namens Leben funktioniert." (Mannheimer Morgen) "Die Sprache ist literarisch geschliffen; die Gedanken sind treffsicher formuliert und oft genussvoll brillant (...). Die sprachliche Leistung, all diese Geistesblitze nicht nur unbeschadet, sondern auch eindrücklich an den Zuschauer zu bringen, ist bewundernswert." (Die Rheinpfalz) Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Mannheim und den Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg.

Samstag, 22. Oktober 2016
11:00 Uhr

Bücherflohmarkt

Bücherflohmarkt

Den Büchern, ein zweites Leben geben! Bei einer Tasse Kaffee können Sie französische Romane, Bücher für Kinder und noch viele weitere Fachbücher zu günstigen Preisen kaufen. Wir freuen uns, mit Ihnen Ihre Meinungen über diese Bücher zu teilen. Ab sofort können Sie im Montpellier-Haus französischsprachige Bücher als Spende abgeben. Der Erlös geht an den Asylarbeitskreis Heidelberg e. V..

Mittwoch, 04. Oktober 2017
20:00 Uhr

Aya Cissoko: MA

Aya Cissoko: MA

Aya Cissoko, französische Schriftstellerin, Ex- Box-Weltmeisterin, Politikwissenschaftlerin, hat mit Ma die berührende Geschichte von Mutter und Tochter geschrieben, die, hin- und hergerissen zwischen Tradition und Modernität, zwischen Afrika und Europa, nach dem Eigenen suchen. Im Zentrum des Romans steht die Mutter, Massiré Dansira, die im Alter von 15 Jahren aus Mali nach Frankreich eingewandert ist und – nach dem Tod ihres Mannes – als Alleinerziehende mit den Widrigkeiten des Lebens und vor allem mit der von Männern beherrschten Welt ihrer Stammesherkunft zu kämpfen hat. 

Buchpremiere und Lesung mit Aya Cissoko. Aus dem Französischen übersetzt von Beate Thill.

Moderation: Manfred Metzner

Übersetzung: Karla Jauregui

Freitag, 06. Oktober 2017

Ausstellung: Léo Malet revient au bercail

Ausstellung: Léo Malet revient au bercail

Leo Malet,1909 in Montpellier geboren, ging nach einer Banklehre nach Paris, schlug sich als Kabarett-Sänger durch, begann zu schreiben und arbeitete als Ghostwriter, Filmstatist, Journalist u.v.m. Von 1930 an trat er als Poet in der Groupe Surréaliste in Erscheinung. In den 40er Jahren begann Malet Krimis zu schreiben und wurde mit seiner Reihe um den Pariser Privatdetektiv Nestor Burma berühmt. Im Zyklus Die neuen Geheimnisse von Paris spielt jeder Roman in einem anderen Arrondissement. Er starb 1996. In einer Ausstellung der Médiathèque de Montpellier wurde der berühmte Schriftsteller „zurück in den Schoß“ seiner Heimatstadt geholt und wandert nun weiter in die Partnerstadt Heidelberg.

Freitag, 06. Oktober 2017
19:00 Uhr

Vernissage: Léo Malet revient au bercail

Vernissage: Léo Malet revient au bercail

Léo Malet, 1909 in Montpellier geboren, ging nach einer Banklehre nach Paris, schlug sich als Kabarett-Sänger durch, begann zu schreiben und arbeitete als Ghostwriter, Filmstatist, Journalist u.v.m. Von 1930 an trat er als Poet in der Groupe Surréaliste in Erscheinung. In den 40er Jahren begann Malet Krimis zu schreiben und wurde mit seiner Reihe um den Pariser Privatdetektiv Nestor Burma berühmt. Im Zyklus Die neuen Geheimnisse von Paris spielt jeder Roman in einem anderen Arrondissement. Er starb 1996.

In einer Ausstellung der Médiathèque de Montpellier wurde der berühmte Schriftsteller „zurück in den Schoß“ seiner Heimatstadt geholt und wandert nun weiter in die Partnerstadt Heidelberg. Ausstellungseröffnung auf Französisch und Deutsch mit Gilles Gudin de Vallerin, Conservateur général et Directeur des médiathèques de l'Agglomération de Montpellier.

Mittwoch, 11. Oktober 2017
19:00 Uhr

Shumona Sinha: Apatride/Staatenlos ENTFÄLLT LEIDER!!!

Shumona Sinha: Apatride/Staatenlos ENTFÄLLT LEIDER!!!

Lesung und Gespräch mit der Autorin.

In starken Bildern schreibt die Autorin über drei Frauen, die sich einer unbarmherzigen männlichen Ordnung gegenübersehen – in Paris wie in Kalkutta.

Esha aus gebildetem Milieu in Kalkutta stammend, ist aus Liebe zur Sprache nach Paris gekommen, einem romantischen Traum folgend. Während sie auf ihre Einbürgerung wartet, häufen sich die Enttäuschungen.

Mina aus einer Bauernfamilie in Bengalen wird in einen Aufstand gegen den Bau einer Autofabrik hineingezogen. Zudem ist sie von ihrem Cousin Sam schwanger, der sie ganz sicher nicht heiraten wird.

Marie schließlich wurde als Säugling von liberalen französischen Eltern adoptiert. Sie reist regelmäßig nach Indien, auf unbestimmter Suche nach Exotik und ihrer Herkunft.

Eine einzigartige literarische Stimme in einer Gegenwart, die zunehmend von Misstrauen, Angst und sogar Hass dem Anderen gegenüber geprägt ist.

Shumona Sinha, geboren 1973 in Kalkutta, lebt seit 2001 in Paris. Ihre Romane Erschlagt die Armen! und Kalkutta wurden vielfach ausgezeichnet. Sie zählte laut RNZ zu den Höhepunkten der Heidelberger Literaturtage 2017

Editions de Olivier 2017; Nautilus September 2017, aus dem Französischen von Lena Müller

Moderation: Erika Mursa; Übersetzung und Lesung der deutschen Texte: Thomas Städtler

Donnerstag, 12. Oktober 2017
19:30 Uhr

Sophie Divry: Als der Teufel aus dem Badezimmer kam

Sophie Divry: Als der Teufel aus dem Badezimmer kam

Lesung und Gespräch in französischer und deutscher Sprache mit der Autorin. Übersetzung und Moderation: Patricia Klobusiczky.

Sophie ist jung, qualifiziert, kreativ — und pleite. Die Aufträge als Journalistin bleiben aus, während sich die Rechnungen stapeln. Was tun? fragt sie sich, während der Teufel ihr im Nacken sitzt und sie beständig in Versuchung führen will. Doch anstatt sich hängen zu lassen, schreibt sie einen Roman, in dem ihre Phantasie die Königin ist und die Grenzen zur Realität aufhebt. Vor dem Hintergrund alltäglicher Nöte im Kampf mit der Bürokratie und wachsender Vereinsamung zündet Sophie ein literarisches Feuerwerk und setzt der Misere ein Spiel der Sprache und Formen entgegen „Ein sprühendes, kompromissloses, unglaublich lustiges Buch“, urteilt Le Parisien. Sophie Divry wurde 1979 in Heidelbergs Partnerstadt Montpellier geboren und lebt heute in Lyon. 2004 bis 2010 arbeitete sie als Journalistin für die Monatszeitschrift "La Décroissance" und ist seit 2016 regelmäßiger Gast der Sendung Des Papous dans la tête auf France Culturel. Ihr Roman erregte große Aufmerksamkeit in Frankreich, wurde für zahlreiche Literaturpreise nominiert und mit dem Prix Trop Virilo ausgezeichnet.

Dienstag, 17. Oktober 2017
19:30 Uhr

Tanguy Viel: Selbstjustiz / Article 353 du code pénal

Tanguy Viel: Selbstjustiz / Article 353 du code pénal

Article 353 du Code pénal Editions de Minuit, 2017 Selbstjustiz, Verlag Wagenbach, September 2017, Moderation und Übersetzung Hinrich Schmidt-Henkel

Ein Mann ertrinkt auf hoher See. War es Unfall oder Mord? An einem einzigen Tag, Auge in Auge mit dem Richter, erzählt Martial Kermeur die Geschichte seines Lebens in einer kleinen bretonischen Stadt am Meer. Er ist ein einfacher und bescheidener Mann, der das alte Gutshaus verwaltet, bis er einer Grossbaustelle weichen muss. Kermeur wird von dem Immobilienspekulanten Antoine Lazenec schmählich betrogen, dem es über Jahre hinweg gelungen ist, die ganze Stadt hinters Licht zu führen und so Gemeinde wie Kleinanleger finanziell zugrunde zu richten. Un grand roman politique et social, profondément humain, qui pose la question de la légitimité de la violence face à la cupidité destructrice. Pour son septième roman, Tanguy Viel (Paris-Brest, La disparition de Jim Sullivan) a remporté le Grand Prix RTL-Lire 2017

Mittwoch, 18. Oktober 2017
20:00 Uhr

Bistro Surprise: Französische Literatur frisch von der Messe

Bistro Surprise: Französische Literatur frisch von der Messe


Hatten Sie keine Zeit für die Frankfurter Buchmesse? Sind Sie noch ratlos, welche französischen Autoren spannende Entdeckungen versprechen? Keine Sorge, wir haben für Sie gelesen und eine kleine Auswahl getroffen. In Bistro-Atmosphäre präsentieren wir Ihnen neue Bücher aus dem Buchmessegastland Frankreich und erzählen, worum es geht. Die beiden Schauspieler Raphael Gehrmann und Elena Nyffeler vom Heidelberger Theater lesen daraus jeweils kurze Passagen vor, um Ihre Leselust zu wecken. Ein Büchertisch steht für Sie bereit.

Falls Sie eigene literarische Entdeckungen teilen wollen, gibt es im Anschluss an die Lesung Gelegenheit zum Austausch.

Donnerstag, 19. Oktober 2017
16:00 Uhr

Karla Jauregui: Deutsch-französische Geschichtenzeit

Karla Jauregui: Deutsch-französische Geschichtenzeit

Deutsch-Französische Geschichtenzeit für Kinder. Karla Jauregui liest in der Kinderbücherei aus dem Bilderbuch Der Dachs hat heute schlechte Laune! - Le blaireau est de bien mauvaise humeur aujourd´hui von Moritz Petz und Amélie Jackowski. Darin dreht sich alles um den Dachs, der mit seiner schlechten Laune alle Tiere des Waldes ansteckt. Wie kann man die miese Stimmung nur wieder vertreiben?

Die zweisprachige Vorlesezeit ist für alle Kinder ab vier Jahren geeignet. Anmeldung nicht erforderlich.

Freitag, 20. Oktober 2017
20:00 Uhr

Yasmina Reza: Le Dieu du carnage

Yasmina Reza: Le Dieu du carnage

Deux couples se rencontrent pour régler le litige entre leurs fils dont l’un a été blessé par l’autre. Au tout début, urbains, bienveillants, conciliants, ils tentent de tenir un discours commun de tolérance et d'excuse qui s'envenime peu à peu. Yasmina Reza évoque tous les paradoxes de la condition humaine: l'égoïsme et la générosité, la responsabilité et l'indifférence, la politesse et la brutalité.

En langue française / In französischer Sprache

Montag, 23. Oktober 2017
18:00 Uhr

Paul Claudel: Phrases pour éventails

Paul Claudel: Phrases pour éventails

Die "Cent phrases pour éventails“ („Hundert Sätze für Fächer“) des französischen Dichters Paul Claudel entstanden 1927 während dessen  Aufenthalt als Diplomat in Japan. Kornelia Roth übertrug erstmals einige dieser Aphorismen ins Deutsche. In eigens angefertigten Leporello-Büchern aus chinesischem Papier präsentiert sie einige der sorgsam gestalteten Fächer mit ihren Haiku-ähnlichen Aufschriften in der Buchhandlung WortReich.

Die Buchhandlung in der Weststadt spannt somit einen Bogen zum diesjährigen Gastland der Frankfurter Buchmesse, Frankreich.

Vernissage am 23.10. um 18 Uhr

Einführung und Lesung von Kornelia Roth.

Dienstag, 24. Oktober 2017
16:30 Uhr

Géraldine Elschner: Von Martin Luther zum Heidelberger Charles Bélier

Géraldine Elschner: Von Martin Luther zum Heidelberger Charles Bélier

Nach Luthers 95 Thesen erreichte der Protestantismus auch die Nachbarländer. In Heidelberg steht das 1592 vom Tuchhändler Bélier erbaute „Haus zum Ritter“. Ein französischer Name. Warum musste der Mann aus seinem Land flüchten? Géraldine Elschner geht auf eine spannende Spurensuche und stellt ihr Buch „Martin Luther – Hier stehe ich...“ vor. Für alle ab 7. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe LUTHER 500 der UNESCO City of Literature Heidelberg. Eintrittskarten ab 10.10 in der Kinderbücherei.

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